Piyasalar
Kaldıraçlı ETF’ler: 13.000% artışla mı daha iyi? Yatırımcı için riskler artıyor
Kısaca
Güçlü performans: 13.000% artışla Amundi’nin iki katlı ETF’i Nasdaq 100 üzerinde öne çıktı; 2006-202? dönemi verileriyle karşılaştırma mevcut. Neden şimdi: yatırımcılar için halihazırda dört gözle bakılan bir konu; 1 Ocak 2027’den itibaren devlet destekli tasarruflar gündemde. Sonuç: uzun vadede riskler öne çıkıyor; yatırımcılar portföylerini dikkatli çeşitlendirmeli ve kaldıraçlı ETF’lerden kaçınabilirler
Ana mesele
Kaldıraçlı ETF’ler uzun vadede yüksek risk içerir ve bireysel yatırımcılar için uygun olmayabilir.
Ne değişti?
13.000% kazanç ile Nasdaq 100 üzerinden iki kat getiri iddiası, ancak uzun vadede riskler büyüyor.
Beni nasıl etkiler?
Yatırım stratejilerinde dikkatli olmaya yönelik uyarı ve portföy çeşitlendirme ihtiyacı
Ne oldu?
Leverage ETF’ler günlük hareketi ikiye katlama iddiası ile dikkat çekti.
Neden şimdi?
Kaldıraçlı ürünlerin uzun vadede risklerinin artacağı yönündeki eleştiriler ön planda.
Neden önemli?
Güvenli tasarruf ve emeklilik planları açısından riskler önemlidir.
Kimler etkileniyor?
- Kısmen uzman yatırımcılar
- Bireysel yatırımcılar
Sektör ve piyasa etkisi
Kaldıraçlı ETF’ler, yatırımcı davranışlarını ve piyasa riski algısını etkileyebilir
Riskler
- Yüksek kayıp riski
- Karmaşık yapı
- Uzun vadede beklenen getirilerin belirsizliği
Takip edilmesi gerekenler
- Kaldıraç etkisinin uzun vadede nasıl davranacağı
- Devlet destekli tasarruflar sonrası yatırım davranışları
- Piyasa koşullarının değişmesiyle risklerin nasıl değiştiği
- Regülasyon gelişmeleri
Haberin tamamı
Verbraucherschützer und Anlageprofis warnen beständig vor gehebelten ETFs. Die börsengehandelten Fonds sollen die tägliche Börsenbewegung verdoppeln. Allerdings seien sie zu kompliziert für Privatanleger und bürgen ein überproportional hohes Verlustrisiko, so die Kritik.
Dabei wirkt ihre Rendite überzeugend. Der Vergleichsplattform JustETF zufolge können Anlegerinnen und Anleger in Deutschland derzeit zwischen zehn gehebelten Aktien-ETFs wählen. Jeder von ihnen weist seit seiner Auflage eine bessere Performance auf als die ungehebelte Variante.
Besonders deutlich ist die Differenz beim zweifach gehebelten ETF des Anbieters Amundi auf den US‑Technologieindex Nasdaq 100. Seit der Auflage im Jahr 2006 ist der ETF um 13.000 Prozent gestiegen, zeigen Daten des Finanzdienstes Bloomberg. Ein klassischer Nasdaq-ETF stieg im selben Zeitraum um knapp 2000 Prozent. Sind gehebelte ETFs also besser als ihr Ruf?
Das Konzept hinter den Produkten klingt verlockend: Sie bilden die Kursentwicklung eines Index auf Tagesbasis mit dem Faktor zwei nach. Steigt der Index an einem Tag um ein Prozent, legt der gehebelte ETF um zwei Prozent zu. Anleger können also die Rendite auf das eingesetzte Kapital verdoppeln.
Matthias Lamberti, Produktchef bei der Quirin Privatbank, warnt trotz der Performance mit klaren Worten: „Kein Mensch braucht Hebel-ETFs. Die haben beim langfristigen Vermögensaufbau nichts zu suchen. Von so komplizierten Produkten sollte man die Finger lassen.“
Gerade vor dem Hintergrund, dass Deutsche ab dem 1. Januar 2027 staatlich gefördert mit Wertpapieren fürs Alter vorsorgen können, sieht Lamberti die wachsende Beliebtheit von Hebel-ETFs kritisch. Denn Anleger würden mit den Hebelprodukten nicht zu Investoren, sondern zu Spekulanten: „Die Deutschen sind Spar-Weltmeister. Lasst uns daraus Kapitalmarkt-Champions machen und nicht gehebelte Spekulanten.“
Hebel-ETFs funktionieren bei konstant steigenden Kursen am besten
Auch Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW mahnt bei Hebel-ETFs zur Vorsicht: „Das sind Produkte, die sich höchstens für professionelle Anleger eignen, die wissen, was sie tun, und sich im Zweifel Verluste leisten können.“
Das Hauptrisiko ist, dass gehebelte ETFs sich nur dann besser als der zugrunde liegende Index entwickeln, wenn der Kurs möglichst konstant steigt. Scherfling zieht daher Parallelen zu einer Wette: „Natürlich kann man damit Geld verdienen – dafür muss ich aber auch richtigliegen.“
Ein weiteres Risiko ist, dass der Hebel auch nach unten wirkt, wenn die Kurse fallen. Verliert der Index an einem Tag ein Prozent, gibt der Hebel-ETF um zwei Prozent nach. Binnen kurzer Zeit kann der Kurs dadurch massiv einbrechen. Während des Börsencrashs zur Zeit der Coronapandemie im Frühjahr 2020 verlor der gehebelte Amundi-ETF auf den Nasdaq beispielsweise in vier Wochen 54 Prozent an Wert.
Auch in Seitwärtsphasen entwickelt sich ein Hebel-ETFs häufig schlechter als der Index. Das liegt an der sogenannten Pfadabhängigkeit. Dadurch hängt die langfristige Rendite maßgeblich davon ab, in welcher Reihenfolge Gewinn- und Verlusttage aufeinander folgen.
Denn der Hebel wird jeden Tag neu berechnet. Nach einem Verlusttag startet die tägliche Berechnung auf einem niedrigeren, nach einem Gewinn auf einem höheren Niveau. Durch diesen Basiseffekt kann der Hebel-ETF nach einer volatilen Seitwärtsphase im Minus liegen, obwohl der Index wieder auf seinem Ausgangsniveau angekommen ist.
Auf längere Sicht bilden Hebel-ETFs also nicht unbedingt die Performance des Index mit dem Faktor zwei ab. Ein ETF auf den europäischen Leitindex Euro Stoxx stieg etwa seit seiner Auflage im Jahr 2007 um gut 250 Prozent. Die Performance des Hebel-ETF liegt aufgrund der Pfadabhängigkeit bei gut 300 Prozent.
Damit haben Hebel-ETFs in zwei von drei Marktphasen gegenüber einem klassischen Indexinvestment einen Nachteil. Allerdings greift diese Kritik nach Einschätzung von Arne Scheehl, Produktentwickler für ETFs bei der Fondsgesellschaft Amundi, zu kurz. Denn die ETFs seien gar nicht als Investment für klassische Anleger ohne Finanzbildung konzipiert.
Wie alle ETF-Emittenten muss Amundi laut den EU-Finanzmarktrichtlinien festlegen, für welchen genau definierten Kundenkreis ihre jeweiligen Finanzprodukte geeignet sind. „Als ETF-Anbieter wollen wir nicht, dass Kunden, die nur über Basiswissen verfügen, diesen Produkttyp kaufen. Dies erklären wir auch gegenüber den Depotbanken“, erklärt Scheehl.
Eignen sich Hebel-ETFs als „Satelliten“ im Depot?
Denn bei Hebel-ETFs müssen Anleger nicht nur die Pfadabhängigkeit, sondern auch die komplexere Indexmethodik sowie die Finanzierungskosten beachten. Um den doppelten Hebel abzubilden, müssen sich die ETF-Anbieter indirekt für jeden investierten Euro einen weiteren Euro per Swap-Vertrag leihen.
Die Zinskosten werden täglich direkt im Fondspreis abgebildet und drücken entsprechend den Kurs im Verlauf der Zeit. „Das führt dazu, dass die effektive Kostenbelastung höher ist als bei einem normalen ETF“, sagt Scheehl.
Dennoch haben die ETFs nach Einschätzung des Amundi-Experten ihre Daseinsberechtigung. „In der Finanzindustrie reden wir häufig über das Core-Satellite-Portfolio“, sagt Scheehl. Das ist eine Anlagestrategie, bei der ein breit gestreutes Kernportfolio („Core“) mit gezielten, risikoreicheren Einzelinvestments („Satellites“) ergänzt wird. Für Anleger mit entsprechend hoher Risikoneigung könnten Hebel-ETFs ein solcher Satellit sein, erklärt Scheehl.
Der Vorteil wäre dann, dass das Risiko begrenzt ist. Denn der Kern im Portfolio sollte mindestens 70 Prozent des Gesamtportfolios ausmachen, während die Hebel-ETFs nur einer von mehreren Satelliten wären.
Quirin-Experte Lamberti rät allerdings auch davon ab: „Wenn Anleger zocken möchten, dann sollen sie mit Einzelwerten zocken und sich unterbewertete Einzelaktien raussuchen.“
Hebel-ETFs sind nicht als Dauerinvestment geplant
Haberin tamamı için kaynak bağlantısını ziyaret edin.
Kaynaklar
Kaldıraçlı ETF’ler: 13.000% artışla mı daha iyi? Yatırımcı için riskler artıyor · Mercek akışına dön